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Vier-Knoten-Bespannung mit gleicher Spannung: Vorteile, Nachteile und Spielverhalten

Vier-Knoten-Bespannung mit gleicher Spannung: Vorteile, Nachteile und Spielverhalten

Die Vier-Knoten-Bespannung gilt heute als einer der weltweit am häufigsten verwendeten Standards im Tennis, sowohl im Profibereich als auch bei fortgeschrittenen Spielern. Sie wird für ihre mechanische Konstanz, die einfache Umsetzung und das sehr vorhersehbare Saitenbettverhalten geschätzt.

Bei einer Vier-Knoten-Bespannung mit gleichmäßiger Spannung wird auf die Längssaiten (Mains) die gleiche Spannung aufgebracht wie auf die Quersaiten (Crosses).

Diese Wahl basiert auf einer zentralen technischen Überlegung: Beim Einziehen der Quersaiten erzeugen die bereits montierten Längssaiten Reibung, wodurch die effektiv übertragene Spannung reduziert wird.

Selbst bei identischer Nennspannung (z. B. 24 kg / 24 kg) sind die Längssaiten daher real etwas straffer, während die Quersaiten eine geringere effektive Spannung aufweisen.

Der Unterschied zwischen Nenn- und Effektivspannung nimmt zu:

  • mit steigendem Reibungskoeffizienten zwischen den Saiten;
  • mit steigender eingestellter Spannung.

Diese Bespannungsart wird häufig mit einem „wettkampfbereiten“ Spielgefühl in Verbindung gebracht. Sie richtet sich an Spieler, die maximale Kontrolle suchen und eine direkte, klare und vorhersehbare Rückmeldung bevorzugen.

Viele fortgeschrittene Spieler schätzen ihre Neutralität, da sie die Technik unverfälscht zur Geltung bringt.

  • Maximale Kontrolle durch ein steifes, konstantes Saitenbett.
  • Sehr gute Leistung bei flachen Schlägen und Slice.
  • Einfache Umsetzung, keine unterschiedliche Spannung notwendig.
  • Gute Haltbarkeit der Bespannung.
  • Geringere Power und niedrigerer Abflugwinkel.
  • Flachere, durchdringende Flugbahnen.
  • Weniger Effektivität bei Topspin durch erhöhte Reibung und reduzierten Snap-Back.
  • Weniger Gefühl und Fehlertoleranz, besonders in Defensivsituationen.

Bei gleichmäßiger Vier-Knoten-Bespannung ist die effektive Saitenbettspannung insgesamt homogen und entspricht weitgehend dem eingestellten Wert, abgesehen von einer normalen Anfangsrelaxation.

Die Steifigkeitsverteilung zeigt häufig höhere Werte im oberen Bereich des Schlägerkopfes, während Zentrum, Seiten und Unterbereich weicher reagieren. Dies kommt wettkampforientierten Spielern entgegen, die höher im Saitenbett treffen.

Diese Unterschiede verdeutlichen den Einfluss der Reibung zwischen Längs- und Quersaiten.

Die Vier-Knoten-Bespannung mit gleichmäßiger Spannung ist eine robuste und zuverlässige technische Lösung, ideal für leistungsorientierte Spieler, die Kontrolle, Präzision und Stabilität suchen.

Weniger geeignet ist sie für Spieler, die zusätzliche Power, hohen Komfort oder Spin-Unterstützung erwarten. Kurz gesagt: Sie gibt nichts gratis, sondern reflektiert exakt die Technik des Spielers.

  • By Gabriele Medri
  • Sonntag, 1. September 2024
  • Bespannung

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